Heilpädagogik in der Erziehung

Heilpädagogik ist eine Teildisziplin der Pädagogik und wissenschaftlich anerkannt. Sie wird als alternative Erziehungsform angesehen und bezieht sich auf die Ganzheitlichkeit. Zwar wird die Heilpädagogik zumeist bei Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung aber auch bei Menschen mit Störungen jeglicher Art angewandt, trotzdem versteift sich die Heilpädagogik nicht auf den benachteiligten Fachbereich, sondern versucht den Menschen als Ganzes zu fördern.

Neben seinen Fähigkeiten und Problemen betrachten Heilpädagogen auch das soziale Umfeld einer Person, sie versuchen neue Wege und Fähigkeiten zu erschließen. Bei der Heilpädagogik gibt es im Gegensatz zur regulären Schulpädagogik keine festen Pläne. Die Behandlungspläne werden individuell festgelegt und den Bedürfnissen jedes einzelnen angepasst.

Hierfür ist vorab eine spezifische Diagnose der vorliegenden Störung beziehungsweise der Probleme notwendig. Anschließend werden pädagogisch-therapeutisches Maßnahmen für die Förderung der Persönlichkeit und Gemeinschaftsfähigkeit festegelegt. Ebenso wird durch spezielle Pläne das eigenständige Handeln, die persönliche Kompetenz als der Entwicklungs- und  der Bildungsstand gefördert. Im Vergleich zur regulären Schubpädagogik werden bei den Maßnahmen der Heilpädagogik auch das soziale Umfeld sehr stark mit einbezogen, so werden beispielsweise auch Angehörige geschult und erfahren wie sie Problem- oder Konfliktsituationen handeln sollen.

Heilpädagogik – die etwas andere Erziehung

Falls ein Kind sich nicht altersgerecht entwickelt, wird statt der regulären Erziehung die Heilpädagogik angewandt. Diese Entwicklungsverzögerung  beziehungsweise -störung kann sich auf den motorischen, sozialen, emotionalen oder kognitiven Bereich beziehen, auch eine Kombination mehrer Bereiche ist nicht unüblich. Die Ursachen für diese Entwicklungsdefizite sind in den meisten Fällen auf eine körperliche oder geistige Behinderung zurück zu führen, teilweise sind diese aber auch mit dem sozialen Umfeld begründet. In Familien wo das Lernumfeld nicht stimmt oder die emotionale Nähe fehlt, entwickeln sich Kinder teilweise zu langsam. Hier setzt so die Heilpädagogik an, sie versucht Lernreize zu schaffen und die Motivation zu fördern.

Bei der Heilpädagogik werden bei der Erziehung die bekannten Methoden aktives Zuhören als auch Lob inklusive Belohnung aber ebenso die Bestrafung angesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser alternativen Erziehungsmethode bildet die Schaffung von Erfolgserlebnissen. Im Gegensatz zu der Schulpädagogik werden zusätzlich jedoch spezielle heilpädagogische Methoden angewandt.

Heilpädagogische Methoden

Grundsätzlich lassen sich alle speziell in der Heilpädagogik entwickelten Methoden in 3 Modelle einteilen. Dies sind die Spieltherapie, die Übungsbehandlung sowie die Rhythmik. In Abhängigkeit vom Kind und seinen Defiziten wird in der Regel eine Methode bevorzugt eingesetzt. Bei verhaltensauffälligen Kindern, dies sind beispielsweise hyperaktive oder aggressive Kinder aber auch Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung, wird überwiegend die heilpädagogische Spieltherapie angewandt. In diesem Bereich der Therapie steht besonders der Umgang mit Emotionen als auch das Erlernen neuer Verhaltensmuster im Vordergrund.

Durch das gemeinsame Spielen erlernen Kinder auch zu verlieren und auf die Gefühle andere Personen einzugehen. Gerade Kinder mit einem aggressiven Verhalten können häufig schlecht mit Misserfolgen umgehen. Durch diese Therapie wird jedoch Schritt für Schritt ein neues Verhalten erlernt. Im Gegensatz dazu wendet sich Entwicklungsförderung eher an geistig behinderte Kinder. Ziel dieser Therapieform ist es dem Kind etwas Neuem beizubringen, seine Entwicklung zu fördern und ihm das richtige Verhalten im Alltag beizubringen. Bei der heilpädagogischen Rhythmik werden beide Gruppen von Kindern angesprochen, durch das Musizieren sollen die Kinder lernen sich und ihre Emotionen auszudrücken.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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