Oh Schreck, Läusealarm! Was tun?

Bildquelle: Jesse Davis / Shutterstock.com

Nicht schön, aber sie tauchen immer wieder auf: Läuse. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn den größten Teil des Tages verstecken sich die mikrokleinen flügellosen Insekten unter den vielen Haaren. Nur sehr selten zeigen sich vereinzelte Kopfläuse auf der Oberfläche, wo sie schnell zu entdecken sind, in einigen Fällen kann Haaröl gegen Läuse helfen.

Allgemeine Informationen zu Kopfläusen

Sie sind mehr als lästig, doch in der Regel nicht gefährlich. Weitaus schlimmer ist die explosionsartige Vermehrung der Läuse. Sie suchen sich jeden möglichen Weg, um einen neuen Wirt zu finden. Die Menschenlaus benötigt immer einen Wirt, denn sie ernähren sich ausschließlich vom menschlichem Blut.

Neben der Entfernung der Läuse sind wir damit schon beim zweitwichtigsten Punkt: Der Übertragungsweg von Läusen. Um sie loszuwerden, sollten Sie wissen, wie die kleinen Krabbeltierchen von einem auf den anderen Kopf wandern.

Läuse und ihre Mythen

Kopfläuse müssen maximal alle vier Stunden Blut saugen. Können sie das nicht, haben sie eine Überlebenszeit von nur einem Tag. Weder überleben sie längere Zeit in Mützen, noch vermehren sie sich dort. Das bedeutet:

  • Kuscheltiere und Mützen müssen nicht in das Gefrierfach wie lange Zeit gesagt wurde.
  • Es reicht völlig aus, mögliche Aufenthaltsorte wie Kuscheltiere für einige Tage in eine Plastiktüte zu geben und anschließend zu waschen.
  • Kopfläuse können weder springen noch fliegen! Sie können sich nur zentimeterweise bewegen, nähere Infos finden Sie hier.

Kopfläuse bekommen nur Menschen mit schlechter Hygiene.

Falsch! Der Kopflausbefall hat nichts mit Körperreinigung zu tun. Die gilt auch für Menschen, die peinlich genau auf die Hygiene achten.

Die Lebenszeit einer Laus beträgt nur rund 20 bis 30 Tage. In diesem kurzen Zeitraum legt die weibliche Laus jedoch 150 bis 300 Eier ab. Zu erkennen sind diese als kleine weiße Punkte, die fest an den Haaren kleben. Vorzugsweise suchen Kopfläuse die Region um die Ohren oder am Nacken. Der Grund liegt in der idealen Körpertemperatur und hohen Luftfeuchtigkeit dieser Stellen.

Die Läuseeier bzw. Nissen werden an das Haar sehr dicht über der Kopfhaut abgesetzt. Mit Hilfe eines sehr zähen Sekrets bleiben die Nissen somit am Haar kleben und können nur mit äußerster Anstrengung entfernt werden. Nach ca. 10 bis 14 Tagen schlüpfen die Nissen und legen den Fortpflanzungsrhythmus fort. Da eine einzelne Laus bereits für unzählige Nachfahren sorgt, sind schnelle Maßnahmen gegen Läuse angezeigt. Andererseits pflanzen sich die Insekten in riesigen Mengen fort, was einerseits die Übertragung zu anderen Menschen erleichtert, andererseits aber auch das Abtöten bis auf die letzte Laus erschwert.

Wo sind Kopfläuse zu finden? Klare Antworten auf harte Fakten

Charakteristisch für den Übertragungsweg ist ein enger Kontakt mit den Köpfen. Kinder sind von Läusen recht häufig betroffen. Ganz typisch geschieht das bei Kindern im Kindergarten oder auch in der Schule. Die Läuse spüren sofort, dass ein neuer Wirt bereitsteht und machen sich auf den Weg. Gerade in der Schule sitzen Kinder gern eng zusammen und reden miteinander – ideal für Kopfläuse, die nur auf diesen Moment warten.

Interessant in diesem Zusammenhang sind Untersuchungen australischer Forscher. Sie untersuchten, ob Kopfläuse tatsächlich auch über das Kopfkissen, Ohrenschützer oder Mützen übertragen werden. So wurden beispielsweise 48 Kinder mit schwerem Befall von Kopfläusen untersucht. Gefunden wurden auf den Köpfen der Kinder 1845 Läuse. Gleichzeitig fanden sie nur zwei Fälle mit einer jungen Laus auf einem Kissen. Selbst bei 1000 Mützen fanden die Forscher nicht eine Laus aber 5500 Läuse in den Haaren der Kinder. Auch Bänke, Tische und Fußböden wurden auf Kopfläuse untersucht, jedoch erfolglos. Dieser Umstand zeigt an, wie wichtig es ist, bei den ersten Anzeichen von Läusen Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome und Behandlung von Kopfläusen

Das häufige Kratzen am Kopf signalisiert Kopfläuse! Sofort prüfen und Maßnahmen mit entsprechenden Läusemitteln einleiten. Allein der Läusekamm wird nicht ausreichen, um die Kopfläuse vollständig zu entfernen, auch Teebaumöl kann bei Läusen helfen.

 

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