Pertussis – Besser bekannt als Keuchhusten

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Pertussis auch besser bekannt als Keuchhusten, ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die durch Bakterien ausgelöst wurde. Das verantwortliche Bakterium nennt sich Bordetella Pertussis Bakterium.

Diese Erkrankung ist sehr ansteckend und kann bei Säuglingen oder sehr kleinen Kindern lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Doch nicht nur Kinder können an Keuchhusten erkranken, sondern auch Erwachsene bleiben von einer Ansteckung nicht verschont. Keuchhusten ist nicht für alle Bundesländer in Deutschland beim Gesundheitsamt meldepflichtig aber ein paar Bundesländer haben die Meldepflicht für Pertussis festgelegt.

Pertussis Ursachen und Symptome

Die Ursache von Pertussis geht auf Bakterien zurück. Hat sich ein Kind mit diesem Bakterium angesteckt, so setzt es sich auf die Schleimhäute des Kindes und vermehrt sich dort. Dabei setzt es das Pertussis-Toxin, ein Gift frei. Dieses Gift ist dafür verantwortlich, dass die Krankheitssymptome im Körper ausgelöst werden. Die Schleimhäute des Kindes werden zerstört, das umliegende Gewebe geschädigt und die Abwehrkräfte des Kindes werden stark geschwächt. Wenn sich das Kind mit dem Bakterium Bordetella parapertussis infiziert hat, können Symptome auftreten, die Keuchhusten ähnlich sind. Jedoch tritt diese Erkrankung wesentlich abgeschwächter auf als Pertussis.

Pertussis ist eine sehr ansteckende Krankheit. Sie wird per Tröpfcheninfektion übertragen und ist somit gerade in Kindergarten und Schulgruppen besonders gefährlich. In der kalten Jahreszeit niesen und husten die Kinder besonders oft und so kann die Krankheit relativ schnell übertragen werden. Es sollte auch die Benutzung des gleichen Geschirrs vermieden werden. Wenn sich ein Kind angesteckt hat, dauert es ungefähr 7 bis 20 Tage, bis die ersten Symptome der Krankheit auftreten können. Menschen, die bereits an Pertussis erkrankt sind, haben durch die Erkrankung einen Schutz erhalten, der mehrere Jahre anhält.

Die Symptome der Pertussis können in drei Stadien eingeteilt werden. Die Erkrankung ist sehr langwierig und kann einige Wochen, bis einige Monate hin andauern. Im ersten Stadium der Erkrankung zeigen die Kinder Beschwerden, die einer Grippe sehr ähneln. Dazu gehören Schnupfen, leichtes Fieber, Husten, in manchen Fällen auch Niesen, Bindehautentzündung und Heiserkeit. Im zweiten Stadium, das meistens drei bis sechs Wochen andauert, treten die typischen Hustenanfälle auf die anfallartig stattfinden.

Weiter wird ein glasiger und zäher Auswurf mit hoch gehustet und ein Erbrechen des Auswurfs ist möglich. Die Beschwerden häufen sich in der Nacht, sodass das Kind nicht durch schlafen kann. Bei Erwachsenen treten die Symptome in sehr abgeschwächter Form auf. Im Erholungsstadium, das dritte Stadium der Krankheit, werden die Symptome immer schwächer das Kind kann sich langsam erholen. Die Pertussis klingt innerhalb sechs bis zehn Wochen ab.

Diagnose und Verlauf der Pertussis

Die Pertussis kann von einem Arzt anhand der sehr typischen Hustenattacken festgestellt werden. Weiter wird ein Rachenabstrich vorgenommen. Doch dies ist nicht immer aussagekräftig da die Erreger durch sehr empfindlich und nicht immer nachweisbar sind. Eine Blutuntersuchung kann jedoch genaue Auskunft geben, ob nur Pertussis vorliegt oder nicht.

Der Verlauf der Pertussis kann von Wochen bis hin zu Monaten dauern. Säuglinge, die unter dieser Krankheit leiden, müssen besonders beobachtet werden, da der Verlauf der Krankheit hier schwer abläuft. Sie können unter Atemstillständen leiden und auch für Kinder im ersten Lebensjahr ist der Keuchhusten bedrohlich. So können Gehirnentzündungen mit Krampfanfällen, Mittelohrenentzündung, Lungenentzündungen oder krankhafte Ausweitungen des Bronchialsystems auftreten. Die Pertussis ist also für Säuglinge und sehr kleine Kinder teilweise gefährlich.

Je früher die Therapie bei einer Pertussis Erkrankung beginnt, desto schneller kann der Heilungsprozess stattfinden. Kinder die unter Keuchhusten leiden, werden mit Antibiotika behandelt. Wenn sich Kinder mit dem Bordetella Pertussis Bakterium infiziert haben, ist der Ausbruch der Krankheit kaum mehr verhinderbar. Aber auch in diesem Fall wird das Kind mit Antibiotika behandelt, so besteht eine geringere Ansteckungsgefahr für andere Menschen. Säuglinge sollten in ein Krankenhaus aufgenommen werden, da sie den Schleim nicht allein abhusten können, dieser wird dann abgesaugt, damit der Säugling wieder besser atmen kann. Erkrankte Kinder können mit einfachen Mitteln geholfen bekommen. Sie sollten viel trinken und kleine Mahlzeiten, die über den Tag verteilt werden, zu sich nehmen. Durch kühle Raumluft kann die Pertussis gebessert werden, damit das Kind nachts genügend Schlaf bekommt.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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