Beschwerden einer Nahrungsmittelunverträglichkeit

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Betroffene, die an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, haben stets ein Problem, bestimmte Nahrungsmittelbestandteile aufzunehmen oder richtig zu verarbeiten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Laktoseintoleranz. In Deutschland leiden ca. 15 bis 20 Prozent der hiesigen Bevölkerung an dieser Art der Unverträglichkeit, bei der durch die Aufnahme von Milchzucker, der vom Körper nicht ausreichend verarbeitet werden kann. Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall können auftreten.

Abgesehen von den für eine Laktoseintoleranz typischen Symptomen, treten die Beschwerden einer Nahrungsmittelunverträglichkeit meist kurze Zeit nach dem Essen auf. Dabei zählt Übelkeit oder ein Völlegefühl neben Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall zu den häufigsten Beschwerden.

Gegen welche Inhaltsstoffe kann eine Unverträglichkeit bestehen?

Neben einer Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose) können Menschen auch Lebensmittelintoleranz gegenüber Fruchtzucker (Fruktose) entwickeln. Nichts desto trotz ist und bleibt die Milchzuckerunverträglichkeit weltweit am weitesten verbreitet. So ergaben Schätzungen beispielsweise, dass ca. 50 % der Weltbevölkerung durch die Nahrung aufgenommenen Milchzucker nicht weiter verarbeiten können. In einigen Regionen Asiens oder Afrikas sollen hingegen fast 100 % der dortigen Einwohner von einer solchen Nahrungsmittelunverträglichkeit betroffen sein – und Grund, warum Nahrungsmittel wie Käse oder andere milchzuckerhaltige Speisen dort nicht auf dem Speiseplan stehen.

Laktoseintoleranz

Zu den häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehört die Laktoseintoleranz. Zirka 20 % der Bevölkerung leiden unter dieser Unverträglichkeit von Milchzucker. Weltweit sind es etwa 80 %.

Bei der Laktoseintoleranz können Menschen keine Laktose mehr verdauen. Je nach Form der Laktoseintoleranz (primäre, sekundäre Laktoseintoleranz oder kongenitale Laktosemangel) können die Symptome und der Zeitpunkt des Auftretens variieren.

Die  Symptome reichen hierbei von Blähungen, Müdigkeit, kalter Schweiß, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen bis hin zu schmerzhaften Bauchkrämpfen.

Diagnostiziert wird Laktoseintoleranz entweder im Selbstversuch durch das Weglassen laktosehaltiger Lebensmittel oder durch Tests, wie dem H2-Atemtest, Blutzuckertest, 13C-Atemtest, Gentest, Biopsie oder dem Ig-G-Test.

Behandelt wird die Laktoseintoleranz durch eine Diät und dem Verzicht auf laktosehaltige Produkte oder durch die Einnahme von Lactase-Tabletten zum Abbau von Laktose. Doch Vorsicht: In vielen Lactase-Tabletten ist Sorbit enthalten, das bei einer zusätzlich bestehenden Fructosemalabsorption die Symptome verschlechtern kann.

Fruktosemalabsorption

Immerhin 75 % der Menschen mit Laktoseintoleranz leiden auch an einer Fruktosemalabsorption. Bei der Fruchtzuckerunverträglichkeit handelt es sich um eine Unverträglichkeit von Fruchtzucker der in Trockenfrüchten, Softdrinks, Mineralwasser mit Geschmack, Fruchtsäfte, Honig, Most, Wein, Bier und Cider enthalten sein kann. Nach dem Genuss einer bestimmten Menge von Fruchtzucker kann es zu Symptomen wie Blähungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Abgeschlagenheit kommen. Durch das komplexe Krankheitsbild lassen sich alle Symptome nicht aufzählen. Die Symptome können von Mensch zu Mensch variieren.

Wie eine Fruchtzuckerunverträglichkeit entsteht, ist nach wie vor nicht geklärt. Bei einer Fruchtzuckermalabsorption funktioniert der Transport der Nährstoffe aus dem Darm ins Blut nicht richtig. Bei Menschen mit einer Fruchtzuckermalabsorption findet der Transport nur eingeschränkt statt. Der Betroffene kann weniger Fruktose verarbeiten, als normal, und reagiert mit Beschwerden.

Oft haben Betroffene bis zur Diagnose Fruchtzuckerunverträglichkeit einen langen Leidensweg und unzählige Arztbesuche hinter sich. Festgestellt wird diese Unverträglichkeit durch eine Befragung des Arztes und einem Atemtest, vor dem eine Fruktoselösung getrunken wird. Nach der Einnahme der Fruktoselösung pusten Patienten in Intervallen in ein Gerät, das den Wasserstoffgehalt in der Atemluft misst. Wird ein festgelegter Wert überstiegen, spricht das für eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit. Nicht immer verspüren Betroffene sofort Beschwerden. Bei einigen treten die typischen Symptome erst nach einiger Zeit auf.

Eine wirkliche Therapie gibt es nicht. Betroffene werden oft zu einem Ernährungsexperten geschickt, der zusammen mit dem Patienten eine individuelle Ernährung zusammenstellt. Als erste Maßnahme führen Betroffene ein Ernährungstagebuch, anhand dessen sie feststellen können, woher die Beschwerden stammen.

Histamin-Unverträglichkeit

Zirka ein bis drei Prozent aller Menschen leiden an einer Histamin-Intoleranz. Bei dieser Unverträglichkeit mangelt es den Betroffenen am Enzym Diaminoxidase – dem Histamin abbauenden Enzym – und dem Histamin-N-Methyltransferase-Enzym.

Symptome sind Nesselsucht, Juckreiz, Hautrötungen, Ekzeme, Schwindel, Kopfschmerzen, Hitzegefühl, verstopfte Nase, Halsschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Magenstechen, niedriger Blutdruck, Bluthochdruck, Wassereinlagerungen, Müdigkeit, Erschöpfung oder Herzrasen.

Diagnostiziert wird eine Histamin-Intoleranz durch eine Anamnese und dem Weglassen von histaminhaltigen Lebensmitteln. Dazu wird vor und nach dem Weglassen des Histamin Blut abgenommen und verglichen.

Wird eine Histamin-Unverträglichkeit festgestellt, muss eine histaminarme Diät eingehalten werden, bei der histaminreiche Lebensmittel weggelassen werden. Auch die Einnahme von Antihistaminika kann bei einer Histamin-Intoleranz helfen.

Gluten-Unverträglichkeit

0,3 % bis 1 % aller Menschen leiden an Zöliakie. Dabei handelt es sich um eine Unverträglichkeit auf Klebereiweiß, das sich in Getreidesorten wie Roggen, Gerste, Dinkel und Weizen befindet. Diese Proteine führen zu einer Schädigung der Darmschleimhaut, wodurch die Funktionsfähigkeit des Darms eingeschränkt wird. Die Aufnahme von Nährstoffen wird gestört und es kann zu Mangelerscheinungen und Entzündungen kommen.

Typische Symptome sind Muskel- und Gelenkschmerzen, chronische Durchfälle, Blutarmut, Vitaminmangel, Kopfschmerzen, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder juckende Bläschen auf der Haut. Auch Unfruchtbarkeit, Aphten, Potenzstörungen und Schizophrenie können in seltenen Fällen auftreten.

Zur Diagnose der Glutenunverträglichkeit führt der Arzt einen Bluttest durch. Damit bestimmt der Arzt spezifische Antikörper, die nur bei einer Glutenunverträglichkeit auftreten. Eine genaue Diagnose nach einem positiven Bluttest kann erst nach einer Biopsie der Darmschleimhaut gestellt werden. Diese Biopsie wird in den meisten Fällen ambulant durchgeführt. Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht notwendig.

Bei einer Glutenunverträglichkeit hilft nur ein konsequentes Vermeiden der glutenhaltigen Nahrungsmittel. Bereits nach wenigen Tagen heilt die Darmschleimhaut ab und  eine Besserung der Beschwerden ist spürbar. Diese Ernährung muss ein ganzes Leben lang konsequent eingehalten werden.

Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

Sollten sich nach dem Verzehr von fruchtzuckerhaltigen Speisen oder nach der Aufnahme von Milchzucker, wie er beispielsweise in Milch, Käse, Kuchen, Eis oder Schokolade enthalten sein kann, langfristige Beschwerden einstellen, ist ratsam einen Arzt aufzusuchen. Gerade unklare Magen-Darm-Beschwerden oder neu auftretende Beschwerden nach dem Genuss von z. B. Fisch oder Wein sollten mit einem Arzt abgeklärt und ggf. behandelt werden.

Der Facharzt wird sich dabei vorab über die zugrunde liegenden Beschwerden informieren und eine gründliche weitere Diagnostik anberaumen. Nicht selten werden während eines Gesprächs Fragen gestellt, wie:

  • Wie lange bestehen die Beschwerden?
  • Wie stark sind sie ausgeprägt?
  • Besteht aus Ihrer Sicht ein Zusammhang zwischen dem Verzehr von bestimmten Nachrungsmitteln und den auftretenden Symptomen?

Die zusätzliche Körperdiagnostik, die der Facharzt durchführen kann, umfasst zudem eine angepasste Untersuchung des Blutes oder ein Atem- oder Gentest. In der Regel wird Betroffenen nach gestellter Diagnose dann geraten, auf die unverträglichen Lebensmittel zu verzichten. Im Falle einer Laktoseintoleranz können durch den Arzt jedoch auch Laktasepräparate verordnet werden.

Hilfe zur Selbsthilfe bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit

Betroffene haben neben der ärztlichen Aufklärung auch die Möglichkeit, selbst etwas gegen die Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel zu unternehmen. Bei einer Laktoseintoleranz ist es z. B. möglich, auf laktosefreie Milchprodukte zurück zu greifen. In vielen anderen Fällen ist ein Verzicht auf die unverträglichen Speisen zwar plausibel, doch nicht immer der ratsamste Weg.

Bei einem Verzicht kann es nämlich durchaus zu einer einseitigen Ernährung und damit zu einem Mineralstoffmangel kommen. Auch hier ist ein Gespräch mit dem Arzt zu empfehlen. Gleiches gilt für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit bei Kindern. Diese müssen stets genügend Kalzium zu sich nehmen, da sich ihre Knochen noch im Wachstum befinden. Hier kann ein Verzicht auf milchzuckerhaltige Lebensmittel ebenfalls problematisch sein.

Neben der Hilfe aus der Apotheke gibt es jedoch auch noch einige Maßnahmen, die Ihnen helfen können, eine Unverträglichkeit festzustellen:

  • Laktoseintoleranz-Selbsttest: Treten nach dem Verzehr von Milch Beschwerden auf?
  • Ernährungstagebuch führen: Notieren Sie regelmäßig, welche Nahrung Sie zu sich nehmen und wie Sie sich fühlen.
  • Karenz testen: Bessern sich auftretende Beschwerden nach dem konsequenten Verzicht auf unverträgliche Lebensmittel?

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