Hornhautdystrophie

Eine Hornhautdystrophie äußert in der Regel durch Hornhautveränderungen auf beiden Augen. Es gibt verschiedene Erscheinungsbilder, da von der Hornhautdystrophie meist nur eine Schicht der mehrschichtigen Hornhaut der Augen betroffen ist. Es kommt bei dieser Erkrankung zu unterschiedlich starken Einlagerungen auf der Hornhaut. Die Transparenz der Hornhaut wird dadurch beeinträchtigt und in vielen Fällen die Sehkraft geschädigt. Es wird davon ausgegangen, dass eine Veranlagung, an einer Hornhautdystrophie zu erkranken, erblich bedingt ist. Sie muss jedoch nicht in jedem Fall zur Erkrankung führen.

Auch kann eine Hornhautdystrophie einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen. Bei manchen der Patienten wird die Erkrankung nur im Lauf einer anderen augenärztlichen Untersuchung festgestellt, da die Patienten selbst noch keinerlei Beschwerden bemerkt haben. Die einzelnen Erscheinungsformen der Erkrankung haben verschiedene Ursachen und sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Zu den häufigsten Formen der Hornhautdystrophien gehören die Fuchs Dystrophie, der Keratokonus, die Map-dot-fingerprint Dystrophie und die stromale Hornhautdystrophie.

Die häufigsten Formen der Hornhautdystrophie

Typisch für die Hornhautdystrophie ist: Oft wurde die Erkrankung bereits in der Familie diagnostiziert. Meist sind beide Augen betroffen. Äußere Einflüsse, wie Augenverletzungen und Augenerkrankungen, verursachen die Erkrankung nicht. Die Erkrankung entwickelt sich langsam und schleichend. Sie betrifft am Anfang eine der fünf Schichten der Hornhaut, kann sich dann jedoch auf die anderen Schichten ausbreiten.

Die Erkrankung steht nicht in Zusammenhang mit anderen körperlichen Erkrankungen oder wird durch andere Erkrankungen verursacht. Sie beeinflusst auch nicht die sonstige Gesundheit. Häufig tritt eine Hornhautdystrophie auch bei Menschen auf, die sich ansonsten einer guten Gesundheit erfreuen und auch keine anderen Erkrankungen an den Augen haben. Die Äußerung der Krankheit kann unterschiedlich sein. Sie kann über sehr lange Zeit den Menschen überhaupt nicht beeinträchtigen. Bei anderen Patienten sind erhebliche Sehprobleme festzustellen. Wieder andere Patienten haben bei ihren Dystrophien immer wieder auftretende schmerzhafte Phasen.

Die Fuchs Dystrophie betrifft eher Frauen als Männer. Sie entwickelt sich auf beiden Augen und schreitet nur langsam voran. Frühformen können teils bereits nach dem 30. Lebensjahr festgestellt werden. Die Sehkraft wird jedoch meist erst jenseits des 50. Lebensjahres beeinträchtigt. Durch eine stärkere Regeneration der Endothelzellen wird weniger Wasser aus dem Stroma gepumpt, was zu Schwellungen der Hornhaut führt. Im späteren Verlauf der Krankheit kommt es zu Schmerzen, zu einer Augentrübung und nachlassender Sehfähigkeit.

Bei der Map-Dot-Fingerprint Dystrophie verändert sich mit der Zeit die Basalmembran des Epithels. Es kann dadurch zu einer chronischen Verschlechterung des Sehens kommen, zum periodischen verschwommenen Sehen und Augenschmerzen. Die Form des Keratokonus kann schon in jungen Jahren auftreten. Die Hornhaut verdünnt sich, bildet schließlich eine Vorwölbung und Schwellung mit Sehverschlechterung. Die stromale Hornhautdystrphie kann drei Erscheinungsbilder haben: die gittrige, fleckförmige, granuläre Ablagerung. Dabei kann die Sehkraft sehr empfindlich beeinträchtigt werden.

Behandlungsmethoden einer Hornhautdystrophie

Für die verschiedenen Hornhautdystrophien kommen verschiedene, teils operative, Behandlungsmethoden zur Anwendung. Die Map-dot-fingerprint Dystrophie führt bei nur wenigen Patienten zu größeren Beschwerden. Hier werden die Epitheldefekte oft nur mit Augentropfen und Salben gegen die Schmerzen behandelt. Teils wird auch die alte Epithelschicht mit einem Laser abgetragen um eine Erneuerung möglich zu machen. Bei der Fuchs Dystrophie wird zuerst die Schwellung der Hornhaut mit Tropfen und Salben behandelt. Kommt es zu stärkeren Beeinträchtigungen bei Sehen durch die Trübung wird teils eine Transplantation von Hornhaut angeraten.

Die Transplantation erweist sich auch bei einer sehr großen Anzahl von Patienten mit Keratonkonus als sehr erfolgreich. Immerhin wird bei etwas 80 % der transplantierten Patienten hier eine Wiederherstellung von einer Sehkraft von 50 % möglich gemacht. Bei einigen Patienten mit verschiedenen Dystrophien der Hornhaut kann es nach etlichen Jahren nach einer Übertragung von Spenderhornhaut zu einer erneuten Erkrankung kommen. Dies ist besonders bei Operationen bei der gittrigen Form der stromalen Hornhautdystrophie festzustellen.

Immerhin liegen jedoch zwischen Operation und Neuerkrankung teilweise mehr als 15 Jahre oder sogar 25 Jahre. Eine Möglichkeit der Vorbeugung gegen eine Erkrankung an einer Hornhautdystrophie gibt es nicht. Wer um die eigene erbliche Belastung weiß, kann lediglich regelmäßig augenärztliche Kontrolluntersuchungen vornehmen lassen, wenn es zu Beschwerden kommt. Bei Beschwerdefreiheit gibt es keine Therapie-Notwendigkeit.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske – Contentwelt.de

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