Fallot-Tetralogie (Fallotsche Tetralogie) – angeborener Herzfehler

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Bei Fallot-Tetralogie handelt es sich um einen komplexen Herzfehler, der häufig angeboren ist. Bei dieser Krankheit wird durch einen Defekt in der Herzscheidewand sauerstoffreiches Blut mit sauerstoffarmem vermischt. Betroffene Kleinkinder nehmen häufig eine sogenannte Hockstellung dabei ein. Dabei wird die Durchblutung der Lunge gesteigert.

Weitere Symptome eines Herzfehlers sind: Veränderungen von Fingern und Fingernägel. Mittels einer Ultraschalluntersuchung vom Herzen erfolgt die Diagnose der Fallotschen Tetralogie.

Definition von Fallot-Tetralogie (Fallotsche Tetralogie)

1888 wurde die Fallot-Tetralogie zum ersten Mal von Arthur Fallot ausführlich beschrieben. Die Herzfehlbildung besteht aus vier, deswegen Tetralogie, unterschiedlichen Einzelkrankheiten. Diese treten zusammen auf: Pilmonalstenose (Einengung der Lungenarterien), der Herzwanddefekt, Herzmuskelvergrößung von der rechten Herzkammer und eine Fehlstellung der Aorta (Hauptschlagader).

Mit mehr als 65 Prozent ist Fallot-Tetralogie einer der häufigsten und zyanotischen Herzfehlern und macht somit mehr als 10 Prozent aller Herzfehler aus, die angeboren sind. Dabei sind Jungs mit Fallot-Tetralogie häufiger betroffen als Mädchen.

Oft sind die Ursachen von Fallot-Tetralogie nicht bekannt. Ist es ein angeborener Herzfehler, gehen die Ärzte meist von einer genetischen Veranlagung aus. Bei einigen Kindern, die diesen Herzfehler haben, wird ein fehlerhafter Chromosonensatz aufgewiesen, wie z.B. beim Down Syndrom. Ein Fehler im Erbgut befindet sich bei ungefähr 15 Prozent aller Betroffenen. Es gibt unterschiedliche Beschwerden bei der Fallot-Tetralogie, diese haben ihre Ursachen meist in dem Herzwanddefekt oder in der verminderten Lungendurchblutung.

Die Symptome bei Fallot-Tetralogie hängen davon ab, wie stark eingeengt die Lungenarterien sind. Die betroffenen Kinder zeigen in ausgeprägten Fällen bereits kurz nach der Geburt eine Blaufärbung der Haut (Zyanose), besonders bei den Schleimhäuten (Lippen, Fingernägel, Zunge). Jedoch kann es in den meisten Fällen erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten zu einer sichtbaren Zyanose kommen. Typische Herzgeräusche sind beim Abhören vom Herzen zu hören.

Einen sogenannten hypxämischen Anfall können die betroffenen Kinder durch die herabgesetzte Lungendurchblutung erleiden, besonders nach einer längeren körperlichen Ruhe. Anzeichen für so einen Anfall können folgende sein:

  • aufgeregtes Luftschnappen,
  • plötzliche Unruhe,
  • Krampfanfälle bis zur Bewusstlosigkeit,
  • Blaufärbung.

Betroffene Kinder nehmen zur Steigung der Lungendurchblutung meist eine typische Hockstellung ein. Säuglinge hingegen pressen ihre gebeugten Beine gegen ihren Körper. Die typischen Symptome bei einer chronischen Zyanose sind: Uhrglasnägel oder Trommelschlägelfinger. Jedoch treten diese aufgrund der durchgeführten Korrekturoperationen eher selten auf.

Sollte der Verdacht auf Fallot-Tetralogie da sein, führt der Arzt eine Reihe von Untersuchungen zur Diagnose da. In einem Gespräch mit den Eltern ergeben sich die ersten Hinweise für einen komplexen, angeborenen Herzfehler, sowie bei der körperlichen Untersuchung. Außerdem kommt nehmen der Untersuchung, Laboruntersuchungen sowie bildgebenden Verfahren zum Einsatz. Bei der Fallot-Tetralogie können folgende Untersuchungen möglich sein:

Der Arzt kann mit der Herzkatheter-Untersuchung sowie einer radiologischen Darstellung der Blutgefäße mehr Informationen von der Beschaffenheit der Lungen- und der Herzkranzgefäße gewinnen.

Therapie von Fallot-Tetralogie

Wenn eine Fallot-Tetralogie vorliegt, sollte möglichst früh eine operative Korrektur vom Herzfehlers durch eine geeignete Therapie gemacht werden. Vorerst kann bei jungen Säuglingen oder bei Neugeborenen eine Aufdehnung von der verengten Herzklappe zwischen der rechten Herzkammer und der Lungenarterie zur Verbesserung der Sauerstoffsättigung beitragen.

Innerhalb des ersten Lebensjahr sollte eine operative Korrektur der Fallot-Tetralogie erfolgen. Der Herzchirurg verschließt bei dieser Operation die Wanddefekte vom Herz und bringt dabei die falsch abgehende Aorta in die richtige Position. In der Operation behebt der Arzt nebenbei die Verengung der Lungenarterie. Das Herz pumpt somit wieder ausreichend Blut in die Lunge, hier wird es ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Eine längere Lebenserwartung ist bei Fallot-Tetralogie nur mit einer operativen Therapie zu erreichen.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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