Endlich wieder eine freie Nase

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Es beginnt wie ein einfacher Schnupfen, doch das Problem liegt tiefer und verursacht drückende Schmerzen in Oberkiefer und Stirn. Entzündungen in den Nebenhöhlen machen Millionen Menschen zu schaffen. Manchmal hilft nur eine Operation.

Endlich wieder eine freie Nase

Rhinosinusitis: Entzündungen in den Nebenhöhlen machen Betroffenen zu schaffen. Manchmal hilft nur eine Operation. Wer ständig Probleme mit den Nasennebenhöhlen hat, kann mehr Lebensqualität zurück gewinnen, wenn er sich operieren lässt. Wer ständig keine Luft bekommt, nicht richtig riechen kann oder ständig mit den Bronchien zu tun hat, ist betroffen.

Denn genau das ist ein typischer Verlauf einer chronischen Rhinosititis – so der Fachbegriff für die entzündliche Erkrankung der Nasennebenhöhlen, wenn diese länger als 12 Wochen anhält. Obere und untere Atemwege sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.

Akute oder chronische Nasennebenhöhlenentzündung?

Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung leider der Patient meist unter einer laufenden Nase und drückenden Schmerzen im Oberkiefer und an der Stirn, oberhalb der Augenbrauen. Oft kommt ein schweres Krankheitsgefühl, teils mit Fieber, hinzu. Dahinter steckt meist eine virale Infektion: Die Schleimhäute schwellen an und verschließen die Nebenhöhleneingänge. Weil das Sekret nicht abfließen kann, verstärken sich die Beschwerden, und die Entzündung hält an.

Bei der chronischen Verlaufsform treten Schmerzen dagegen eher selten oder schwächer auf. Die Patienten klagen dann darüber, dass die Nase ständig zu ist, sie schlecht Luft bekommen und nicht mehr richtig riechen können. Sehr selten geht aber eine akute in eine chronische Form über, sagen HNO Experten. Die Ursachen einer chronischen Rhinosititis wurden noch nicht vollständig geklärt. Offenbar sind die Entzündungs- und Abwehrmechanismen in der Nasenschleimhaut gestört, glauben die Experten.

11 Prozent der Menschen in Europa leiden an einer chronischen Entzündung der Nebenhöhlen

Die folge sind Umbauprozesse in der Schleimhaut, die langfristig dazu führen, dass die Belüftungswege enger werden und die Entzündung nicht mehr von alleine abklingt.

Typisch ist dann, dass das oft gelblich gefärbte Nasensekret an der Hinterwand des Rachens hinunterläuft – die Patienten müssen sich morgens nach dem Aufstehen oft räuspern, haben mitunter Schluckbeschwerden und verspüren ein Kratzen im Hals. Selten sind laut aktuellem Stand der Medizin dabei krank machende Bakterien oder Viren beteiligt.

Die Experten sagen: Es gibt allerdings Hinweise, dass Bakterien dennoch eine gewisse Rolle spielen könnten, da sie sich in einem hauchdünnen Biofilm verstecken, der als feine Schicht über der Schleimhaut liegt.

Giftstoffe befeuern Entzündungen

Bei vielen Patienten mit chronischer Rhinosinusitis konnte ein Biofilm nachgewiesen werden, so die medizinischen Experten. Manche Keime wie Staphylococcus aureus, der auch auf gesunder Schleimhaut vorkommen kann, bilden dort womöglich Giftstoffe, welche die gesamte Immunabwehr mobilisieren und somit die Entzündung befeuern. Der Keim mache die Erkrankung vermutlich komplizierter, aber die genauen Zusammenhänge habe man noch nicht verstanden.

Asthma verschlechtert die Prognose

Außerdem konnten Mediziner beobachten, dass diese Patienten die Chancen auf eine dauerhafte Heilung nach einer Operation deutlich schlechter sind als für ansonsten gesunde Menschen. Umso wichtiger ist eine intensive Therapie für die Betroffenen. Das gilt ganz besonders, wenn eine Polyposis nasi vorliegt, eine Erkrankung, die man zu den chronischen Nebenhöhlenentszündungen zählt. Dabei verengen gutartige Schleimhautwucherungen (Polypen) die Belüftungswege.

Konservative Therapie geht vor

Bei der akuten Rhinosititis genügt es meist, die Symptome gezielt zu behandeln. Spülungen mit Salzlösung, Schmerzmittel und pflanzliche Medikamente können hier sinnvoll eingesetzt werden. Abschwellende Nasentropfen beeinflussen bisherigen Untersuchungen zufolge den Verlauf einer akuten Rhinosititis kaum. Patienten können aber zumindest wieder leichter durch die Nase atmen. Bei starker Ausprägung, hohem Fieber und längerer Krankheitsdauer kann auch ein Antibiotikum sinnvoll sein.

Bei der chronischen Nebenhöhlenentzündung gilt ein Nasenspray mit einem Kortikoid als Therapie der Wahl. Weil es nur örtlich auf der Schleimhaut wirkt und kaum in die Blutbahn gelangt, haben Ärzte keine Bedenken, das Medikament auch langfristig zu verordnen. Selbst bei der akuten Variante haben sich solche rezeptpflichtigen Sprays als hilfreich erwiesen.

Ob eine rein medikamentöse Behandlung ausreicht, zeigt sich nach einigen Wochen und Monaten. Im schwereren Fall setzen Mediziner manchmal zusätzlich ein Kortikoid Präparat zum einnehmen und ein Antibiotikum ein. Sind die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft, raten Ärzte schließlich zu einem chirurgischen Eingriff.

Operation oft erforderlich

Wie operiert wird, hängt vom Krankheitsbild ab. Manchmal muss man nur die Dränagenwege freiräumen, um den Sekretabfluss und die Belüftung zu ermöglichen. In schwereren Fällen müssen wir zusätzlich das entzündungsauslösende Material wie Polypen und Schleim entfernen, erklären die Experten für HNO. Oft werde gleichzeitig auch eine schiefe Nasenscheidewand begradigt.

Dem Chirurgen stehen für die Eingriffe Spezialinstrumente zur Verfügung, die ihm ein exaktes und schonendes Operieren erlauben. Moderne Videokamerasysteme mit HD-Technik ermöglichen uns heute eine gute Sicht während aller operativen Schritte, wissen die Experten zu berichten.

Eine relativ neue Methode wie die Ballon-sinuplastik kommt in Einzelfällen zum Einsatz. Dabei wird ein Ballonkatheter in die Nasengänge geschoben und aufgeblasen.

Feine Knochen in den zarten Strukturen brechen dabei, die Gänge erweitern sich. Allerdings birgt die Methode auch Nachteile: Wuchert der Knochen an den kleinen Bruchstellen und das Gewebe vernarbt, können im Lauf der Zeit erneut Probleme auftreten.

Für die endoskopische Nebenhöhlenchirurgie klingen die Prognosen aber vielversprechend:

80 Prozent der Patienten sind dauerhaft mit dem Ergebnis des Eingriffs zufrieden.

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