Darmkrebs – Ursachen und Therapien

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Wenn die Mediziner allgemein vom Darmkrebs sprechen, meinen sie Dickdarm- oder Mastdarmkrebs. Hierbei handelt es sich um bösartige Wucherungen an der Darmschleimhaut.

Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in den Industrieländern. Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 73.000 Menschen an Darmkrebs. Die Erkrankung tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf. Durch moderne Behandlungsmethoden und Dank der medizinischen Forschung ist die Sterblichkeit rückläufig. Auch die Einführung der Krebsvorsorgeuntersuchungen trägt enorm dazu bei, Darmkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen und wirksam zu behandeln.

Etwa 70% der Tumore entstehen im letzten Abschnitt des Dickdarms, bzw. im Mastdarm. Eine Erkrankung vor dem 40. Lebensjahr ist relativ selten, kommt jedoch vereinzelt vor. Grundsätzlich sollte man wissen, dass Darmkrebs in jedem Darmabschnitt entstehen kann, wobei Karzinome im Dünndarm, sowie am Anus relativ selten sind.

Darmkrebs – Ursachen und Diagnostik

Darmkrebs kann unterschiedliche Ursachen haben. Bei der Diagnostik wird nach Möglichkeit versucht, die Ursache ebenfalls zu ermitteln. Zu den Ursachen gehören Darmpolypen, die in 90% der Darmkrebserkrankungen die Auslöser für die bösartigen Wucherungen sind.

Weitere Ursachen können sein:

  • langjährige Erkrankung an Colitis ulcerosa, oder Morbus Crohn
  • langjähriger Konsum von Nikotin, Alkohol
  • Bewegungsmangel, Darmträgheit, Übergewicht
  • genetische, erbliche Veranlagung
  • falsche Ernährung, über viele Jahre hinaus – hier wird insbesondere der häufige Verzehr von Fleisch, tierischen Fetten, sowie die ballaststoffarme Ernährung genannt

Symptome von Darmkrebs erkennen

Darmkrebs macht sich nicht so leicht bemerkbar. Über lange Zeit kann die Erkrankung bestehen, ohne Beschwerden zu verursachen. Deshalb ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung sinnvoll, um der Krankheit möglichst früh auf die Spur zu kommen.

Gute Chancen auf Heilung bestehen, wenn die Patienten ihren Körper, bzw. ihre Körperfunktionen beobachten und bei häufig auftretenden Veränderungen einen Arzt zu Klärungszwecken aufsuchen.

Insbesondere sollte man hier besondere Aufmerksamkeit walten lassen, wenn sich die Stuhlentleerung, bzw. das Stuhlverhalten verändert. Ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall, sowie die Art und Häufigkeit der Stuhlentleerung können ein erstes Anzeichen von Darmkrebs sein.

Blut im Stuhl sollte in jedem Fall einen Grund für den Arztbesuch darstellen. Sichtbares Blut kann man am Toilettenpapier meist feststellen, okkultes (unsichtbares, verstecktes) Blut lässt sich im Rahmen einer labortechnischen Stuhluntersuchung feststellen. Befindet sich die Krankheit bereits im fortgeschrittenen Stadium kommen weitere Symptome dazu.

Große Tumore, die das Darmvolumen stark beeinträchtigen, verursachen – mitunter sehr starke – Schmerzen. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, und Blutarmut (Anämie) sind die weiteren Symptome einer fortschreitenden/fortgeschrittenen Darmkrebserkrankung.

Darmkrebs – Diagnose und Therapie nur durch den Facharzt

Bei der Diagnose spielt die Erkennung des Stadiums eine große Rolle. Bei einem Verdacht auf Darmkrebs wird eine Darmspiegelung durchgeführt. Nur diese Untersuchung kann absolute Gewissheit bringen. Im Rahmen der Untersuchung wird eine winzige Gewebeprobe entnommen und eine feingewebliche Untersuchung daran vorgenommen.

Mit dieser Untersuchung wird die Diagnose bestätigt, oder widerlegt. Um die Ausdehnung des Tumors bestimmen zu können, sind bildgebende Verfahren erforderlich. Hierfür kommen eine MRT, und/oder eine CT in Frage. Hierbei können auch eventuelle Metastasen festgestellt werden. Es ist sinnvoll, bei Verdacht auf Darmkrebs auch eine Röntgenaufnahme der Lunge (oder eine CT) anzufertigen. Hier können sich auch Metastasen befinden.

Es ist auch möglich, dass der Krebs in die Blase streut und sich dort Metastasen bilden. Eine Blasenspiegelung gibt darüber Aufschluss. Bei Frauen kommt zusätzlich auch eine gynäkologische Untersuchung in Frage. Um festzustellen, ob sich im Knochengewebe Metastasen gebildet haben, ist die Durchführung einer Skelettszintigraphie sinnvoll und indiziert. Im Rahmen einer Blutuntersuchung können bestimmte Tumormarker festgestellt werden. Das Vorhandensein dieser Marker bzw. der genaue Wert bestimmen die Therapie und die Prognose.

Darmkrebstherapie ist individuell. Lage und Größe des Karzinoms, sowie die Beteiligung anderer Organe sind maßgebend bei der Therapiefindung. Um eine Operation kommt man meist nicht herum. Darmkrebs im Frühstadium wird im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt. Um entartetes Gewebe nicht im Darm zurückzulassen, ist es im Rahmen der Operation erforderlich, auch ein wenig vom umgebenden, gesunden Gewebe zu entfernen.

Krebszellen wählen den Weg der Verbreitung über die Lymphbahnen. Diese werden bei einer Operation ebenfalls entnommen, um eine Streuung zu verhindern. In einigen Fällen ist es notwendig, Teile des Dickdarms zu entfernen. Durch die beträchtliche Länge des Dickdarms ist die Entfernung eines Teilstückes mit keinerlei Beeinträchtigungen verbunden. Allerdings kann es als notwendig erscheinen, einen künstlichen Darmausgang zu legen. Hierzu kommt es meist, wenn die Lage des Tumors relativ weit unten, also relativ nahe am Anus befindet. Der künstliche Darmausgang kann als dauerhaft, oder vorübergehend gelegt werden.

Nach der Operation wird die weitere Therapie gemeinsam mit dem Patienten besprochen. Wie diese sich gestaltet, hängt nicht nur von der Lage des entfernten Tumors ab, sondern auch davon, ob die Lymphknoten vom Tumor in Mitleidenschaft gezogen wurden, oder nicht. Waren die Lymphknoten frei von Krebszellen, so kann man auf eine Chemotherapie verzichtet werden. Im umgekehrten Fall, also wenn die Lymphknoten Krebszellen enthielten, wird eine Chemotherapie angesetzt. Eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie ist sinnvoll, wenn sich der Tumor in den unteren zwei Dritteln des Rektums befand. Eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie kann auch bereits vor einer Operation hilfreich sein.

Mit deren Hilfe lassen sich Tumore soweit verkleinern, dass bei der Operation der Schließmuskel komplett erhalten bleiben kann. Weitere Therapiemöglichkeiten, wie beispielsweise eine Laser-, Antikörper- und Elektrotherapie stehen erst seit einigen Jahren zur Verfügung. Diese Therapieform wird bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs eingesetzt. Bei Patienten, wo andere Organe, sowie das Knochengewebe von Metastasen befallen sind, treten in der Regel sehr starke Schmerzen auf. Diese lassen sich nur mit sehr starken Schmerzmitteln lindern. Diese Therapie nennt man in der Medizin palliative Therapie.

Verlauf von Darmkrebs vom Stadium abhängig

Der Verlauf wird vom Stadium und Ausbreitung des Tumors bestimmt. Darmkrebs, der bereits im Frühstadium erkannt und behandelt wurde, heilt oft vollständig aus. Die so genannte Fünf-Jahres-Überlebensrate beträgt bei Darmkrebs 56%. War der Darmkrebs bei seiner Erkennung bereits fortgeschritten, sinken die Heilungschancen. Insbesondere dann, wenn der Krebs bereits Metastasen gebildet hat. Komplikationen, wie Darmverschluss, zu starker Blutverlust treten in der Regel nur bei Patienten auf, die bereits Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium erreicht haben.

Gesunde Ernährung hilft dem Darmkrebs vorbeugen

Darmkrebs ist insgesamt eine Erkrankung, die überwiegend in den Industrieländern vorkommt. Da mitunter auch falsche Ernährung zu den Ursachen gehört, kann man Darmkrebs gewissermaßen entgegenwirken. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche und gesunde Ernährung dient nicht nur der allgemeinen Gesundheit, sondern hilft auch, dem Darmkrebs vorzubeugen.

Ab dem 50. Lebensjahr haben alle Menschen einen Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen. Zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr besteht die Vorsorgeuntersuchung meist aus einer Austastung des Analbereiches und eine Stuhluntersuchung. Hierbei gilt es, nach okkultem Blut im Stuhl Ausschau zu halten.

Ab einem Alter von 55 Jahren haben Patienten den Anspruch auf eine Dickdarmspiegelung. Diese Untersuchung – sofern ohne Befund – sollte alle 10 Jahre wiederholt werden. Blut im Stuhl sollte immer Grund zur Sorge sein. Legen Sie Ihren Scham beiseite, und werden Sie bei einem Proktologen vorstellig. Liegen in Ihrer Familie bereits Darmkrebserkrankungen vor, so informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über gesonderte Vorsorgepläne.

Quelle: Hajnalka Prohaska – contentwelt.de

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