Antibiogramm – Untersuchungen beim Facharzt

Ein Antibiogramm beschreibt einen Empfindlichkeitstest gegenüber Antibiotika. Dieser Empfindlichkeitstest wird auch als Antibiotika-Resistenz-Test genannt. In einem Antibiogramm erhält man Informationen über die Widerstandsfähigkeit, welche die Antibiotika gegenüber von bakteriellen Krankheitserregern haben.

Das Antibiogramm stellt dabei genau die Empfindlichkeit, aber auch die Widerstandsfähigkeit der bakteriellen Krankheitserreger gegenüber von Antibiotika dar. Um ein Antibiogramm zu erstellen, wird der antibiotische Grundstoff getestet und nicht die fertigen Antibiotika, das geschieht aus dem Grund, das die Grundstoffe in mehreren verschiedenen Medikamenten enthalten sind, welche derzeit auf dem Markt zu finden sind. Ein Antibiogramm ist das Ergebnis einer Untersuchung von Bakterienkulturen oder isolierten Erregern im Labor. Hierzu wird eine Untersuchung des Bakterien-Isolates vorgenommen, dieses Bakterien-Isolat wird vorher als Probe oder auch der Abstrich, von dem betreffenden Kunden eingesandt.

Wozu dient das Antibiogramm?

Die eingesandte Probe der Bakterienkultur wächst auf einem sterilen Nährboden, dazu werden die Bakterien mit verschiedenen Antibiotikaplättchen geimpft, und dieses Antibiotikum kann so auf die Bakterien einwirken. Eine Messung der Hemmhöfe erfolgt nach einer Bebrütung von 18-24 Stunden. Danach wird die Sensibilität oder die Resistenz ermittelt und ausgewertet. Die Wirksamkeit eines Antibiotika gegenüber der Bakterien ist dann das Maß einer minimalen Hemmkonzentration. Die minimale Hemmkonzentration ist die Mindestkonzentration, welche eine Substanz hat, um das Wachstum von Bakterien zu hemmen. Diese minimale bakterielle Konzentration kann so 99,9% der Keime abtöten.

Mit bloßem Auge ist eine Vermehrung der Mikroorganismen nicht wahrnehmbar. Ein Antibiotikum, welches sich anhand eines Antibiogramms als gut wirksam erwiesen hat, muss aber nicht am Lebewesen die gleiche gute Wirkung erzielen. Der Grund hierfür ist darin zu suchen das der Grundstoff, welcher im Antibiotika enthalten ist, nicht die Erreger welche im Gewebe sind bekämpft werden sollen, erreicht, somit ist eine durchschlagende, nachhaltige Wirkung, welche gewünscht wird, nicht immer gegeben. Ist dies der Fall und der Antibiotika-Resistenz-Test ist im Antibiotikum nicht wirksam so scheidet eine Behandlung des Lebewesens mit dem betreffenden Antibiotikum völlig aus.

Mit dem Antibiogramm zu nachhaltiger Vorsorge

Ist das Ergebnis des Antibiotikum-Resistenz-Testes aber gut und das richtige Medikament bestimmt, so müssen noch andere Gesichtspunkte in Betracht gezogen werden. Diese Gesichtspunkte sind in der körpereigenen Abwehr sowie der Infektionslokalisation zu suchen. Ein Antibiogramm kann in den meisten Fällen nicht sagen, ob ein Antibiotikum das Beste ist oder nicht, sondern kann nur die Aussage machen, welche Substanzen vermutlich nicht wirken würden. Zum Beispiel muss herausgefunden werden wie schnell sich ein Medikament im Körper oder dem Gewebe der Lebewesen verteilt. Auch die Dosis und die Anwendung, wie oft das Medikament verabreicht werden kann, sollte berücksichtigt werden. Ein weiterer und wohl der wichtigste Gesichtspunkt ist in der Verträglichkeit des jeweiligen Präparates zu suchen.

Welches Antibiotikum das optimale Präparat für die entsprechenden Kriterien ist, entscheidet die Sensibilität des Antibiogramms. Besonders im Bereich der Keimbestimmung von bakteriellen Infektionskrankheiten kann ein Antibiogramm nützliche und wertvolle Hinweise geben. Diese gewonnenen Informationen können dabei die Wahl für das Richtige Therapeutikums wesentlich beeinflussen, dennoch sollte es aber trotzdem nicht überschätzt werden. Denn ein Antibiogramm stellt kein Erfolgsrezept dar, sondern dieses Ergebnis stellt mehr oder weniger Anhaltspunkte, die die Auswahl des passenden Medikaments in Verbindung des Krankheitsbildes bilden dar. Der Grund ist darin zu suchen, dass nur einzelne Vertreter von den unterschiedlichsten Wirkstoffen getestet werden, diese Ergebnisse sind nur innerhalb der getesteten Gruppen übertragbar.

Die üblichste Empfindlichkeitsprüfung bildet der Blättchentest aber auch die Breakpoint-Verdünnungs-Methode, das Antibiogramm gibt den nötigen Aufschluss darüber. Wobei die Breakpoint-Verdünnungs-Methode wesentlich verlässlichere Ergebnisse erzielt. Diese Methode prüft das genaue Keimwachstum, welches klar definiert bei den einzelnen Antibiotika auftritt. Das Keimwachstum basiert auf der minimalen Hemmkonzentration, welche bestimmt wird. Mit den Antibiogrammplatten und den Antibiotika-Testringen stehen sehr handliche, sichere und günstige Systeme zum Erstellen eines Antibiogrammes zur Verfügung.

Antibiogramme werden ausschließlich nur in den dafür spezialisierten Laboren erstellt, für die Erstellung von Antibiogrammen bedarf es keinerlei komplizierter Ausrüstung. Antibiogramme können sowohl für Mensch als auch für die Tiere erstellt werden. Insbesondere bei Infektionskrankheiten, welche während der Therapie nicht vollständig ausgeheilt werden konnte, beweisen sich Antibiogramme als sehr hilfreich und in den meisten Fällen ist dabei auch Eile geboten. Das Erstellen des Antibiogrammes nimmt meist einige Tage in Anspruch. Sie werden dabei nach den Grenzkonzentrationen beschrieben. Ein Nachteil dieser Empfindlichkeitsbestimmung ist, dass nur ein geringer Anteil an Diskriminationsfähigkeit vorhanden ist, was sich in der Variabilität der Antibiotikaresistenz begründen lässt.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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