Biopsie – Entnahme von Gewebeprobe

Unter Biopsie versteht man die Entnahme einer Gewebeprobe. Der Name Biopsie kommt aus dem griechischen. Bios bedeutet Leben und opsis heißt sehen. Das Material für die Biopsie wird aus lebendem Gewebe entnommen. Sie dient dazu, um etwaige Krebszellen erkennen zu können.

Wann und wie wird eine Biopsie gemacht?

Eine Biopsie wird dann gemacht, wenn im Körper verändertes Gewebe vorhanden ist, das auf Krebs schließen könnte. Es gibt verschiedene Arten, um an das Gewebe zu kommen. Im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung kann gleich verdächtiges Gewebe entnommen werden. Ist das nicht möglich, so kann der Arzt mit einer Hohlnadel in den vermuteten Tumor stechen, und so zu der Probe kommen. Liegt der Tumor tiefer, so dass der Arzt nicht mit der Nadel daran kommt, so wird er einen Hautschnitt machen, durch die dann die Biopsienadel unter Röntgenkontrolle bis zu dem verdächtigen Gewebe eingeführt wird. Dazu bekommt der Patient eine örtliche Betäubung.

Ebenfalls eine Methode eine Biopsie durchzuführen ist während einer Operation. Diese dient dazu, um festzustellen, ob der Tumor gutartig oder bösartig ist. Die Probe wird noch während der Patient auf dem OP – Tisch liegt an ein Labor geschickt. Sobald das Ergebnis feststeht, ruft das Labor im Operationssaal an und teilt dem Chirurgen dieses mit. Die Auswertung dauernd nicht lange, meist nur 10 Minuten muss der Arzt auf den Rückruf vom Labor warten. Diese Art eine Biopsie auszuwerten nennt man Schnellschnitt. Dann entscheidet der Arzt, ob der Tumor entfernt werden muss oder nicht.

Jede Biopsie wird unter sterilen Bedingungen entnommen. So wird vermieden, dass die Probe verunreinigt wird. Sie wird in ein Schälchen gelegt, in dem eine Lösung (meist ist dies eine Kochsalzlösung) ist. Das verhindert das Austrocknen. Das entnommene Gewebe muss so schnell wie möglich in das Labor geschickt werden. Ist es nicht möglich, es noch am selben Tag im Labor untersuchen zu lassen, so muss die Probe bei +4 Grad Celsius bis zum nächsten Tag im Kühlschrank lagern. Anhand der Struktur der Biopsie erkennt das Labor, wo der Tumor liegt. Das ist wichtig, wenn der Arzt nur von einer Metastase (Tochtergeschwür) eine Biopsie entnommen hat.

Im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung kann der Frauenarzt aus dem Gebärmutterhals mit einer kleinen Zange eine Biopsie machen. So kann er Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkennen und behandeln. Je früher dieser entdeckt wird, desto höher sind die Genesungschancen, daher ist es gerade für junge Mädchen wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Bei einer Nierenbiopsie steht der Patient noch 24 Stunden unter Beobachtung. Dafür muss er in der Klinik bleiben.

Was geschieht mit der Biopsie, nachdem sie entnommen wurde?

Danach werden sie mit einer speziellen Lösung eingefärbt. Diese dünnen Scheiben werden unter das Mikroskop gelegt. Da Krebszellen die Farbe anders annehmen als gesunde Zellen, kann der Pathologe sehen, ob die Biopsie Krebszellen enthält. Je nach Untersuchungsart liegt das Ergebnis der Biopsie zwischen zwei und 10 Tagen vor.

Gibt es Risiken bei der Biopsie?

Da eine Biopsie Gewebe verletzt, kann es zu Blutungen in dem Bereich kommen, in dem die Biopsie gemacht wurde. Diese hören aber bald auf und sind kein Grund zur Sorge. Sollten die Blutungen allerdings länger anhalten, so ist der Arzt zu verständigen. Nach einer Probeentnahme kommt es öfter zu Schmerzen. Nach einer Biopsie, die unter Narkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt wurde, darf der Patient kein Verkehrsmittel lenken. Die Gefahr, durch die Biopsie Krebszellen zu verschleppen, die sich dann an anderen Stellen im Körper einnisten, gibt es nicht. Selten wird bei der Biopsie anderes Gewebe verletzt. Allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel, Narkose oder Beruhigungsmittel kommen kaum vor.

Bezahlen die Kassen die Biopsie?

Nachdem eine Biopsie erst dann durchgeführt wird, wenn ein Krebsverdacht besteht, bezahlen die Kassen die Kosten dafür. Sollte ein Patient eine lokale Betäubung oder ein Beruhigungsmittel bekommen haben, darf er nicht mehr Auto fahren. Die Kosten für den Heimtransport nach einer Biopsie übernehmen die Kassen in den meisten Fällen jedoch nicht. Den Krankenhausaufhalt, der bei einigen Biopsien erfolgt, wird ebenso von den Krankenkassen übernommen.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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