Gesichtsfelduntersuchung – Einschränkungen im Gesichtsfeld

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Jeder Mensch sieht einen gewissen Radius links und rechts des Kopfes, wenn er geradeaus sieht. Das ist das Gesichtsfeld.

Wenn das Gesichtsfeld eingeschränkt ist, das heißt, der Patient muss erst den Kopf drehen, um etwaige Hindernisse zu sehen, das kann gefährlich werden. Er kann unter anderem Bordsteinkanten oder Verkehrstafeln übersehen. Das kann für den Betroffenen schwerwiegende Folgen haben. Er könnte sich verletzen, wenn es zu einem Sturz kommt, weil er eine Treppe übersehen hat. Darum ist es wichtig, eine Gesichtsfelduntersuchung machen zu lassen.

Mit zunehmendem Alter wird das Gesichtsfeld eingeschränkt, ebenso können Migräneanfälle, Stress oder Aufregung können vorübergehend das Gesichtsfeld einschränken. Andere Krankheiten die auch Schuld sein können, sind grüner Star, Nachtblindheit oder neurologische Erkrankungen am Sehnerv sein. Gesichtsfeldausfälle heißen Skotome, der Fachausdruck für die Gesichtsfelduntersuchung heißt Perimetrie. Dieser Begriff kommt aus dem griechischen. Peri bedeutet herum, metron heißt Maß.

Ablauf der Gesichtsfelduntersuchung

Bevor der Arzt mit der Untersuchung beginnt, stellt er den Patienten einige Fragen über Krankheiten und auch ob er schon Einschränkungen beim Sehen bemerkt hat. Danach erklärt er den Ablauf der Untersuchung. Es gibt drei Methoden die Gesichtsfelduntersuchung durchzuführen.

Die Fingerperimetrie ist die einfachste, die ohne Hilfsmittel auskommt. Hier sitzt der Patient vor dem Arzt und fixiert seine Nase. Der Augenarzt wird dann langsam den Finger in das Gesichtsfeld des Patienten führen. Sobald der Patient den Finger sieht, teilt er es dem Arzt mit. Gleich wie auch bei den anderen beiden Verfahren, wird erst ein Auge abgedeckt, dann das andere.

Beim manuellen Verfahren, auch kinetische Perimetrie genannt, sitzt der Patient vor einer Halbkugel, die gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Ein Auge wird dabei abgedeckt, mit dem anderen muss er das Zentrum der Halbkugel fixieren. Dann blendet der Augenarzt Punkte in verschiedenen Größen und Helligkeit ein. Diese bewegen sich in Richtung Zentrum der Halbkugel. Sobald der Patient den Punkt sieht, muss er auf eine Taste drücken. So weiß der Arzt, wo der äußere Punkt des Gesichtsfeldes beim Patienten ist. Danach deckt er das andere Auge ab und wiederholt die Untersuchung. Diese Untersuchungsmethode wird heute allerdings nur selten angewandt. Meist wird sie dann gemacht, wenn der Patient älter ist oder ein Gutachter eine Gesichtsfelduntersuchung anordnet.

Die neuere und am meisten angewandte Untersuchungsmethode ist eine automatisierte. Der Patient sitzt ebenfalls an einer Halbkugel. Hier werden aber die Punkte vorher schon in einem Raster festgelegt. Die Punkte werden so lange immer heller, bis der Patient sie sieht. Da diese Art der Gesichtsfelduntersuchung computergesteuert ist, kann der Arzt sofort die Ergebnisse mit denen vergleichen, die dem Alter des Patienten entsprechen.

Eine weitere Untersuchung, die zusätzlich gemacht wird, ist die Blau – Gelb Perimetrie. Hier bekommt der Patient Kreise anzusehen, die aus pastellfarbigen Punkten bestehen. In diesen Kreisen sind andersfarbige Punkte die Zahlen oder Buchstaben ergeben. Nun muss der Patient dem Arzt diese nennen. Nachteil dieser Untersuchung ist, dass der Arzt auf die Mithilfe des Patienten angewiesen ist. Um zu testen, ob der Patient auch mitarbeitet, werden ihm Fangfragen gestellt. An der Antwort kann der Arzt feststellen, ob der Patient auch wirklich bei der Sache ist, und sich auf die Untersuchung konzentriert. Müdigkeit kann die Konzentrationsfähigkeit herabsetzen, darum soll der Patient wach und fit sein.

Bei der Perimetrie kann der Arzt rechtzeitig feststellen, ob bestimmte Sehstörungen vorliegen, die das Gesichtsfeld einschränken können. Wenn ein Patient an Grünem Star leidet, so muss der Verlauf der Krankheit regelmäßig überprüft werden. Die Untersuchung ist frei von Nebenwirkungen, da der Arzt dem Patienten kein Kontrastmittel oder ähnliches verabreicht.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Gesichtsfelduntersuchung?

Berufskraftfahrer sollten und müssen sich regelmäßig untersuchen lassen, dazu gehört auch eine Perimetrie, um die Sicherheit im Verkehr zu gewährleisten. Diese kann meistens der Betriebsarzt durchführen. Sollte das nicht möglich sein, wird er zu einem Augenarzt überwiesen. Die Kosten tragen die Kassen. Als Vorsorgeuntersuchung ist die Perimetrie nicht vorgesehen. Sollte ein Patient allerdings Probleme beim Sehen haben und deswegen einen Augenarzt aufsuchen, wird die Untersuchung von den Kassen bezahlt.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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