Gesundheits-Check-up – Vorsorge für unseren Körper

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Unter Gesundheits-Check-up versteht man eine Vorsorgeuntersuchung für Personen ab dem 35. Lebensjahr. Diese wird seit 1989 in Deutschland angeboten. Der Check-up beinhaltet einige Untersuchungen. Der Patient wird von Kopf bis Fuß untersucht. So können Krankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Es nehmen leider zu wenige Personen diesen kostenlosen Service in Anspruch.

Wie läuft der Gesundheits-Check-up ab?

Beim Check-up werden verschiedene Untersuchungen vorgenommen. Erst befragt der Arzt den Patienten über Vorerkrankungen und über seine Lebensgewohnheiten. Dazu gehören auch persönliche Fragen, ob der Patient raucht und sich ausgewogen und gesund ernährt. Er wird auch fragen, ob der Patient Medikamente einnimmt, und wenn ja, welche. Denn diese können das Untersuchungsergebnis beeinflussen, bzw. verfälschen. Es folgt eine Ganzkörperuntersuchung, bei der sich der Arzt ein Bild über den Allgemeinzustand des Patienten verschafft. Dabei wird auch der Ernährungszustand angesehen. Ist der Patient zu dick, zu dünn oder ist er in Ordnung. Etwaige Haltungsschäden kann er so auch erkennen. Das sind zum Beispiel Wirbelsäulenverkrümmungen oder andere Fehlstellungen am Haltungsapparat.

Danach wird der Blutdruck gemessen. Zu hoher Blutdruck kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Personen mit niederem Blutdruck können sogar Ohnmachtsanfälle erleiden. Eine Blutuntersuchung folgt. Diese gibt Aufschluss über den Cholesterinwert und den Blutzuckerwert. Zu hohes Cholesterin (das sind Blutfette) erhöht das Herzinfarktrisiko. Wenn der Blutzuckerwert erhöht ist, so leidet der Patient an Diabetes und muss sich einer Behandlung unterziehen. Das kann durch Tabletten sein, oder, in schlimmeren Fällen muss er sich Insulin spritzen. Das Blut wird ebenso auf andere Auffälligkeiten untersucht. Das können zum Beispiel Krebszellen sein. Eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen kann auf Leukämie hindeuten, eine erhöhte Blutsenkung zeigt dem Arzt, dass im Körper eine Entzündung vorhanden ist.

Der Urin gibt auch Aufschluss über verschiedene Krankheiten, darum muss der Patient eine Urinprobe abgeben, die im Labor untersucht wird. Der Arzt hat auch die Möglichkeit einen Urinstreifentest zu machen. Dabei wird ein Teststreifen mit Urin getränkt. Die farblichen Veränderungen des Streifens geben dem Arzt Aufschluss über Krankheiten.  Ein erhöhter Eiweißwert im Harn kann auf Gefäßschäden hinweisen.

Ein Ruhe – EKG vervollständigt den Check-Up. Dabei liegt der Patient und bekommt an gewissen Punkten Elektroden aufgeklebt. Dann startet der Arzt das Gerät. Dieses zeichnet die Herztätigkeit auf. So können Herzfehler rechtzeitig erkannt werden, denn ein Herzinfarkt ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins.

Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind, bespricht der Arzt mit dem Patienten das Ergebnis. Bei Unklarheiten wird er den Patienten an einen Spezialisten überweisen. Das kann ein Urologe sein, ein Röntgenarzt, ein Frauenarzt oder ein anderer Facharzt, der für das Problem zuständig ist. Sollten im Blut Krebszellen vorhanden sein, so wird eine spezielle Untersuchung notwendig sein, die den Krebs lokalisieren kann. Eine solche wären, eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomografie.

Ebenso wird er dem Patienten Tipps geben, wie er sich gesünder ernährt oder Hilfestellung geben, um den Nikotinkonsum einzuschränken. Wenn der Patient übergewichtig ist, berät ihn der Arzt, wie er gesund und sinnvoll sein Gewicht reduzieren kann, denn Übergewicht belastet das Herz und den gesamten Kreislauf. Gelenke werden durch erhöhtes Gewicht ebenso mehr belastet. Das kann zu frühzeitigen Abnutzungserscheinungen führen und so den Patienten in seiner Bewegungsmöglichkeit einschränken. Oft ist auch ein operativer Eingriff notwendig.

Bezahlen die Kassen den Gesundheits-Check-up?

Ja, die Kassen bezahlen die Untersuchung für den Gesundheits-Check-up ab dem 35. Lebensjahr für Frauen und Männer alle zwei Jahre. Dabei entfällt auch die Praxisgebühr, die sonst zu entrichten wäre. Wenn ein Patient wegen einer Krankheit bereits in Behandlung ist, so kann er sich trotzdem dieser Untersuchung unterziehen.  Je früher man eine Erkrankung erkennt umso besser kann man sie behandeln und heilen.

Darum sollte jeder das Angebot der Kassen annehmen und den Gesundheits-Check-up machen lassen. Sollte der Befund ergeben haben, dass der Patient erkrankt ist, so zahlen die Kassen auch die weiterführenden Untersuchungen, um den Befund genau abklären zu können. Der Check-up ist für den Patienten mit keinerlei Schmerzen verbunden und dauert nicht lange.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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