Gleichgewichtstest – Entstehung von Gleichgewichtsstörungen

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Wie entstehen Gleichgewichtsstörungen oder Schwindel? Viele Personen leiden unter Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Das kann viele Ursachen haben. Es kann der Kreislauf daran Schuld sein, dass das Gleichgewicht gestört ist oder auch die Wirbelsäule. Da das Gleichgewichtsorgan im Ohr liegt, können auch Ohrenerkrankungen Schuld am Schwindel sein.

Ursachen für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Gleichgewichtsstörungen und Schwindel können ebenso harmlose Ursachen haben. Dazu gehört die Höhenkrankheit (Schwindel in den Bergen, weil in der Höhe die Luft dünner ist), Reisekrankheit oder Schwindel durch schnelle Bewegungen. Auch morgens nach dem Aufstehen kann man ein gestörtes Gleichgewicht haben. Das kommt daher, weil der Kopf plötzlich schlechter durchblutet ist.

Arztbesuch bei Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Wenn allerdings zusätzlich zum Schwindel noch eine Hörverschlechterung eintritt, oder gar Ohrgeräusche, sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn dann kann es sein, dass das Innenohr erkrankt ist. Wenn man zu wenig isst, kann es zu Unterzuckerung kommen und dadurch Schwindel auftreten. Das ist auch bei Patienten der Fall, die an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden. Der Blutdruck kann auch Schuld daran sein, dass das Gleichgewicht zeitweise nicht richtig funktioniert.

Wenn der Patient Medikamente nehmen muss, können die Nebenwirkungen zum Teil Schwindel auslösen. Nach Absetzen des Medikamentes sind diese Anfälle aber wieder vorbei. Tumore oder Entzündungen im Gehirn können auch verantwortlich sein, dass der Patient Schwindelanfälle erleidet. Bei älteren Menschen kann eine Arterienverkalkung im Gehirn ebenfalls verantwortlich für Gleichgewichtsstörungen sein. Migränepatienten leiden öfters an Schwindel.

Wie funktioniert ein Gleichgewichtstest?

Bevor der Arzt mit dem Test beginnt, fragt er den Patienten, ob er Vorerkrankungen hat, oder ob er Medikamente nimmt. Weitere Fragen werden sein, wann, also in welchen Situationen die Gleichgewichtsstörungen auftreten. Anhand dieser Informationen, die der Patient dem Arzt gibt, kann er sich schon vor der Untersuchung ein Bild vom Beschwerdebild des Patienten machen. Eine Blutdruckmessung ist dabei selbstverständlich, denn die Ursache des Schwindels könnte auch mit dem Blutdruck zusammenhängen. Vor allem Patienten mit niederem Blutdruck klagen oft über Schwindelgefühle.

Vor der Untersuchung erklärt der Arzt dem Patienten den gesamten Ablauf. Mit der Computernystamographie wird das Gleichgewichtsorgan im Ohr getestet. Dabei bekommt der Patient im Bereich der Augen Elektroden aufgeklebt. Danach fordert ihn der Arzt auf, die Augen zu bewegen. So kann der Computer, an dem die Elektroden befestigt sind, auf den Patienten eingestellt und abgestimmt werden. Danach beginnt die eigentliche Untersuchung. Der Patient bekommt warmes Wasser in den Gehörgang gespritzt. Wenn keine Störung vorliegt, reagiert der Patient darauf. Das geschieht mit den Augen, darum sind auch dort die Elektroden angebracht. Der Computer zeichnet die Reaktionen auf, und der Arzt wertet diese dann aus. Sollte diese Untersuchung kein Ergebnis bringen, liegen die Ursachen für die Gleichgewichtsstörungen nicht im Ohr.

Dann wird der Arzt zu anderen Untersuchungsmethoden greifen. Er prüft die Reflexe, lässt den Patienten die Füße eng aneinander stellen. In der Position muss der Patient einige Minuten stehen. Erst sind die Augen offen, dann geschlossen. Diese Untersuchungsmethode heißt Romberg – Stehversuch. Bei einer Gangprüfung wird der Patient aufgefordert, mit geschlossenen Augen ein paar Schritte laufen.

Ein weiterer Test zur Bestimmung von Gleichgewichtsstörungen ist der Unterberger – Tretversuch. Dabei muss der Patient mit ausgestreckten Armen und geschlossenen Augen ungefähr 20 Mal auf der Stelle treten. Um das Hirn auf Störungen zu untersuchen, die ebenfalls Schwindel auslösen können, wird ein EEG (Elektroenzephalographie) gemacht. Dabei bekommt der Patient ein Gumminetz auf den Kopf, wo Elektroden befestigt werden. Er muss dann verschiedene Sachen machen, wie zum Beispiel, den Kopf drehen oder Augen öffnen und schließen. Dabei zeichnet ein Computer ein Diagramm auf. An dem kann der Arzt ablesen, ob Störungen im Gehirn vorhanden sind.

Je nach dem, welche Ursache der Arzt vermutet, kann er den Patienten auch zur Computertomographie, Kernspintomografie oder zu einer Hirnwasseruntersuchung raten. Auch eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule kann weiterhelfen, die Ursache der Gleichgewichtsstörungen herauszufinden.

Bezahlen die Kassen den Gleichgewichtstest?

Als Vorsorgeuntersuchung ist dieser Test nicht vorgesehen. Wenn der Patient allerdings über Gleichgewichtsstörungen klagt und einen Arzt aufsucht, so übernehmen die Kassen die Kosten für die Untersuchung. Sollte es mit dem einen Test nicht abgeklärt werden können, woher der Schwindel kommt, übernehmen die Kassen auch für die weiteren Untersuchungen die Kosten.

Quelle: Heilpraktiker Felix Teske

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